Navigation von Knotenbrett bis Navigationsgerät

Navigationsgeräte haben die Welt der Schiffe erobert. Es war aber nicht immer so leicht.

Damals orientierten sich die Schifffahrer an Sternen und Himmel. Auch der Wind und die Wellen haben dabei geholfen, den Weg des Schiffes zu bestimmen. Die Fahrtrichtung wurde fast immer mit dem Kompass festgelegt. Die täglich zurückgelegte Strecke wurde einfach geschätzt. Der Flug von Seevögeln gab ebenfalls Orientierungshilfen.

Später konnte man die Geschwindigkeit des Schiffes einigermaßen bestimmen. Dazu wurde ein Brett mit Seil über Board geworfen. In dem Seil befanden sich gleichmäßige Markierungsknoten. Je schneller sich das Schiff bewegte, desto mehr Knoten wurden vom Schiff gezogen. Die Geschwindigkeitsangabe „Knoten“ wird noch bis heute für die Schifffahrt verwendet.

Satellitengestützte Navigationsgeräte

Die moderne Technik hat die Navigation auf hoher See erheblich erleichtert. Das GPS (Global Positioning System) ist ein Satellitennavigationssystem zur Ortsbestimmung. Diese Navigationsgeräte können theoretisch jederzeit und an jedem Ort die genaue Position errechnen. Dafür verwenden sie die Signale von vielen Satelliten, welche die Erde umkreisen. Diese Signale fangen die Navigationsgeräte auf und errechnen aus der zeitlichen Differenz den Standort. Durch den ständigen Vergleich der Position kann natürlich auch die aktuelle Geschwindigkeit und Richtung errechnet werden.

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Dennoch gilt, dass man sich nicht komplett auf die  Navigationsgeräte verlassen sollte. Wenn das Navigationssystem ausfällt, muss man trotzdem noch wissen wie man zum Zielort gelangt. Auch lässt sich die Präzision der Navigationsgeräte jederzeit unbemerkt verändern. Es gibt mittlerweile so genannte Differential-Navigationsgeräte, die zusätzlich Bodenfunkstationen nutzen. Trotzdem sollte man den Navigationsgeräten nicht blind vertrauen.

Hobby-Segler verwenden heutzutage meist GPS Handgeräte mit vielen integrierten Seekarten. Über ein Display wird der Weg auch bei Nacht angezeigt. Zusätzlich wird auch die Position von anderen Schiffen angezeigt, damit es zu keiner Kollision kommen kann. Die Preise dafür sind auch human. Für unter dreihundert Euro können solche  Navigationsgeräte gekauft werden. Navigationsgeräte gib es zum Beispiel von Garmin.

Bei größeren Schiffen werden zusätzlich verdeckte Navigationsgeräte eingebaut. Das GPS nimmt somit auch eine Kontrollfunktion der Schiffe ein. So kann beispielsweise ein Unternehmen von großen Tankern Optimierungsprozesse der Fahrtroutenplanung durchführen.

One Response to “Navigation von Knotenbrett bis Navigationsgerät”

  1. l000.de sagt:

    Navigationsgeräte zum Segeln…

    Ein interessanter Einblick in die Entwicklung der Schiffsnavigation. Angefangen von einem Kontenbrett bis hin zu handlichen Navigationsgeräten. Mit Hilfe von Satelliten können Positionen von Schiffen mittlerweile genau bestimmt werden. Trotzdem sollt…

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